So reichen Sie die Scheidung richtig ein.

6 Tipps zur Einreichung der Scheidung

 

Stellen Sie Ihre Unterlagen zusammen.

 

Wenn Sie die Scheidung einreichen wollen, benötigen Sie bestimmte Informationen und Dokumente. Deshalb stellen Sie zuerst die notwendigen Unterlagen zusammen. Sie benötigen

  • die aktuelle Wohnanschrift des Ehepartners,
  • die Heiratsurkunde,
  • den Personalausweis oder Reisepass beides gültig,
  • den Krankenversicherungsnachweis,
  • die Geburtsurkunden gemeinsamer Kinder,
  • die aktuelle Mitteilung der gesetzlichen Rentenversicherung und Ihre Sozialversicherungsnummer,
  • die aktuelle Mitteilung der betrieblichen Altersvorsorge mit Vertragsnummer,
  • und die aktuelle Mitteilung der privaten Altersvorsorge mit Vertragsnummer.

 

Das Trennungsjahr muss abgelaufen sein.

 

Die Scheidung können Sie erst einreichen, wenn Sie bereits ein Jahr getrennt gelebt haben. Eheleute können sich innerhalb der Ehewohnung oder durch Auszug eines Ehepartners trennen. Besteht Streit über den Beginn des Trennungsjahrs, muss der Ehepartner den Beginn beweisen, der sich auf dieses Datum beruft. Das ist für Trennungen innerhalb der Ehewohnung oft schwierig.

 

Suchen Sie sich einen Scheidungsanwalt.

 

Die Scheidung kann nur ein Rechtsanwalt für Sie bei Gericht einreichen. Eine Scheidung ohne Anwalt ist in Deutschland nicht möglich. Es ist sinnvoll, einen auf das Scheidungsrecht spezialisierten Anwalt zu beauftragen.

 

Suchen Sie einen Anwalt am Gerichtsort.

 

Das ist sinnvoll, weil Ihnen dann keine Fahrtkosten des Anwalts zum Gerichtsort entstehen. Der Scheidungsantrag ist bei dem Gericht einzureichen, in dessen Zuständigkeitsbereich die gemeinsamen minderjährigen Kinder leben. Gibt es keine gemeinsamen minderjährigen Kinder, ist das Gericht zuständig, in dessen Bezirk der andere Ehepartner lebt. Gibt es keine gemeinsamen minderjährigen Kinder und lebt der andere Ehepartner auch nicht in Deutschland, ist das Amtsgericht Schöneberg in Berlin zuständig.

 

Wer sollte die Scheidung einreichen?

 

Oft ist es so, dass der Ehepartner mit dem höheren Einkommen ein finanzielles Interesse an der Beendigung der Ehe haben dürfte. Denn mit Beantragung der Scheidung endet auch die sogenannte Ehezeit für die Berechnung des Rentenausgleichs; auch die deutlich niedrigeren Anforderungen für den Ehegattenunterhalt bis zur Scheidung sprechen manchmal dafür. Dabei gibt es jedoch noch mehr zu beachten, weshalb Sie das mit ihrem Scheidungsanwalt vorab besprechen sollten.

 

Was kostet die Einreichung der Scheidung?

 

Mit dem Scheidungsantrag entstehen Gerichts- und Rechtsanwaltsgebühren. Deren Höhe ist gesetzlich festgelegt und hängt im wesentlichen von den Nettoeinkommen der Eheleute ab. Je höher das addierte Nettoeinkommen, desto höher sind die Gerichts- und Anwaltsgebühren. Ihr Scheidungsanwalt wird Ihnen im Erstgespräch mitteilen, wie viel die Scheidung kostet.