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Auch ein volljähriges Kind kann nicht auf Unterhalt verzichten.

Auch der Verzicht eines volljährigen Kindes auf Unterhalt ist nicht wirksam. Ein Verzicht auf Unterhalt ist nur zwischen Ehegatten für die Zeit nach der Scheidung möglich, und auch nur dann, wenn keiner danach Sozialleistungen beanspruchen muss. Für alle übrigen Unterhaltspflichten, wie dem Unterhalt für minderjährige Kinder, für volljährige Kinder und für getrennt lebende Ehegatten, verbietet das Gesetz den Verzicht auf Unterhalt für die Zukunft ausdrücklich. Auch die vom Kind eigenhändig unterschriebene Verzichtserklärung ist deshalb wegen Gesetzesverstoßes nichtig und unwirksam. Das Kind kann für die Zukunft deshalb jederzeit wieder Unterhalt verlangen.

Bei dem Unterhalt für die Vergangenheit sieht es anders aus. Wenn das Kind mit der Forderung auf Zahlung von Unterhalt länger als ein Jahr wartet, kann der Unterhaltsanspruch "verwirkt" sein. Es gilt der Grundsatz, dass das Kind Unterhalt für die Vergangenheit nur verlangen kann, wenn der Unterhaltsverpflichtete zur Zahlung oder zur Auskunft über sein Einkommen aufgefordert wurde oder der Unterhaltsanspruch bei Gericht geltend gemacht worden ist oder Sonderbedarf verlangt wird.

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