Die grundlegenden Begriffe zum Kindesunterhalt.

Abgesehen von viel Zuwendung, Liebe und Verständnis benötigen Kinder, um groß und stark werden zu können, eine gesunde Ernährung, eine abwechslungsreiche Freizeit, ein beheiztes Zuhause, angemessene Kleidung, gute Bücher, einen Computer mit Internetanschluss, ein Fahrrad, usw. Man nennt das den Bedarf eines Kindes.

Ich weiß, diese Liste verschiedenster Dinge lässt sich problemlos erweitern. Eines aber haben die letztgenannten Positionen gemeinsam. Sie kosten Geld! Kinder haben in der Regel aber kein Geld und sind auch nicht in der Lage, welches zu verdienen. Also müssen die Eltern ran. Denn sie sind verantwortlich für die Existenz der lieben Kleinen. Man nennt das die Unterhaltspflicht.

Leben Mutter, Vater und Kind in einem Haushalt gibt es eigentlich keine strikte Trennung, wer von beiden für das Kind was bezahlt. Jeder Elternteil leistet seinen Beitrag bestehend aus Zuwendung, Liebe und Verständnis sowie Geld. Das nennt man Familienunterhalt.

Leben die Eltern nicht oder nicht mehr zusammen, muss geregelt werden, wer was bezahlt. An dieser Stelle ist unser Gesetz eindeutig. Derjenige, bei dem das Kind lebt, erfüllt seine Unterhaltspflicht dadurch, dass das Kind bei ihm wohnt, bei ihm isst, er für das Kind wäscht und sich mit Zuwendung, Liebe und Verständnis regelmäßig um es kümmert. Das nennt man den Betreuungsunterhalt.

Der andere Elternteil – auch heute meist noch der Vater – muss demgegenüber für das Kind einen festgelegten Betrag an die Kindesmutter bezahlen. Egal, ob die Eltern verheiratet waren oder nicht. Der Unterhaltsanspruch ist für eheliche und nichteheliche Kinder immer gleich. Das nennt man den Barunterhalt.

Auch wenn der Barunterhalt an den Elternteil zu zahlen ist, welcher das Kind betreut, handelt es sich dabei um einen Rechtsanspruch des Kindes selbst. Und weil der Anspruch dem Kind gehört, kann beispielsweise die Mutter gegenüber dem unterhaltspflichtigen Vater nicht auf Unterhalt für das Kind verzichten. Das steht übrigens auch gleich so im Gesetz. Davon zu unterscheiden ist die Möglichkeit einer Freistellung vom Kindesunterhalt. Aber dazu in einem anderen Beitrag.

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