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Muster: Antrag auf Anordnung des gemeinsamen Sorgerchts

Das ist ein Muster für einen Antrag auf Anordnung der gemeinsamen elterlichen Sorge des Kindesvaters, gemäß § 1626a BGB. Antragsgegnerin ist die Kindesmutter, die das Sorgerecht für das Kind bisher allein ausübt.

An das
Amtsgericht ***
- Familienabteilung -

Az.: ***

In der Familiensache

des Herrn ***
- Antragsteller / Vater -

Verfahrensbevollmächtigter: ***

gegen

Frau ***
- Antragsgegnerin / Mutter -

Verfahrensbevollmächtigter: ***

betreffend das minderjährige Kind ***

zeige ich die Vertretung des Antragstellers und beantrage Folgendes:

 

Für das Kind *** geboren am *** wird die von dem Antragsteller und der Antragsgegnerin gemeinsam auszuübende elterliche Sorge angeordnet.

 

Gründe

Die Eltern haben in der Zeit von *** nichtehelich zusammengelebt. Aus ihrer Beziehung ist das minderjährige Kind *** geboren am *** in *** hervorgegangen. Das Kind lebt seit der Trennung seiner Eltern am *** im Haushalt der Antragsgegnerin. Die Antragsgegnerin hat sich bislang geweigert, eine Sorgeerklärung abzugeben und der gemeinsamen elterlichen Sorge zuzustimmen.

Mit seinem Antrag erstrebt der Antragsteller die gemeinsame elterliche Sorge für das gemeinsame Kind, weil dies dem Kindeswohl entspricht.

Eine gemeinsame Ausübung der elterlichen Sorge kommt vorliegend nach Einschätzung des Antragstellers aus folgenden Gründen in Betracht: (alternativ)

Zwischen den Eltern besteht eine ausreichende Kooperationsfähigkeit und Kooperationswilligkeit. Indizien hierfür sind aus Sicht des Antragstellers

  • mangelnde Differenzen in Kindesangelegenheiten,
  • reibungslose Gestaltung des Umgangs,
  • bestehende Einigung auf den gewöhnlichen Aufenthalt des Kindes,
  • regelmäßige pünktliche Unterhaltszahlung,
  • angemessene persönliche Kontakte der Eltern.

Die Eltern konnten bislang alle für das Kind wesentlichen Angelegenheiten einvernehmlich regeln. Der Antragsteller ist für das Kind zudem eine wesentliche Bezugsperson. Dies folgt einerseits aus der Tatsache, dass die Familie bis zum *** Lebensjahr des Kindes einen gemeinsamen Haushalt unterhielt und auch nach der Trennung zwischen dem Antragsteller und dem Kind regelmäßige Kontakte stattgefunden haben, die es dem Antragsteller
ermöglichten, sich über die Entwicklung des Kindes bestmöglich zu informieren. Der Antragsteller hat im Einverständnis der Mutter bislang Kontakt zu den behandelnden Ärzten des Kindes unterhalten und sich auch fortlaufend über schulische Angelegenheiten in Kenntnis gesetzt. Das Kind *** hat in wiederholten Gesprächen gegenüber dem Antragsteller zum Ausdruck gebracht, dass es künftig eine Einbindung seines Vaters in die Ausübung der elterlichen Sorge möchte.

Sven Lattermann
Rechtsanwalt

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